Besser Vor- als NachsichtBehörde rät, Aluminiumaufnahme zu senken

Das Bundesamt für Risikobewertung mahnt zu vorsichtigem Umgang mit dem Metall Aluminium. Langfristige Einnahme über die maximal empfohlenen Werte hinaus, könne drastische Gesundheitsschädigungen nach sich ziehen.

Das Bundesamt für Risikobewertung mahnt zu vorsichtigem Umgang mit dem Metall Aluminium. Langfristige Einnahme über die maximal empfohlenen Werte hinaus, könne drastische Gesundheitsschädigungen nach sich ziehen.
© PhotoSG - stock.adobe.com

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat erstmals geschätzt, wie viel Aluminium Deutsche aufnehmen, und dies bewertet. Sei der Wert dauerhaft zu hoch, könne dies etwa zu neurotoxischen Entwicklungsstörungen führen sowie Nieren, Leber und Knochen schaden. Dem BfR zufolge sollten Menschen über längere Zeit nicht mehr als 1 mg Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen (tolerable weekly intake, TWI).

Das Institut hat Daten zu Verzehr und Gehalt von Produkten analysiert. Demnach ist die Aluminiumaufnahme durch Lebensmittel in den vergangenen Jahren gesunken. Die meisten erreichten aber im Schnitt durch Lebensmittel bereits die Hälfte des TWI. Für die meisten sei dennoch keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten.

Besonders für eine hohe Aufnahme gefährdet seien Säuglinge, die nicht gestillt werden, und Kleinkinder, die Soja-basierte, lactosefreie oder hypoallergene Säuglingsnahrung erhalten. Kommt dann noch zum Beispiel Sonnenmilch dazu, “kann der TWI um bis zum 3,5-fachen überschritten werden”, schreibt das BfR. Bis zu fünffach erhöhte Werte erreichten 11- bis 14-Jährige. Bei Kindern liege dies an Gemüse (ohne Kartoffeln), Desserts auf Milchbasis und Pasta, mit steigendem Alter zudem an Zahnpasta, Deos und Kosmetika.

Bei Impfungen überwiegt Nutzen

Bis zum Alter von zwei seien auch Impfungen eine relevante Quelle. Diese haben jedoch einen “hohen gesundheitlichen Nutzen” und Studien zeigten, dass die Aluminiumexposition als “gesundheitlich unbedenklich einzuschätzen ist”, betont das BfR. Zudem fänden die Impfungen über eine begrenzte Zeit statt und seien somit nicht als dauerhafte Belastung zu sehen.

Bei Erwachsenen hebt das BfR besonders junge Frauen und Schwangere hervor, die den Grenzwert schnell durch Kosmetika erreichen. Da der Körper Aluminium lange speichere, könnten werdende Mütter es über die Plazenta an das Ungeborene in geringerer Menge weitergeben. Darüber hinaus sollten Erwachsene, wenn möglich, auf Antazida verzichten. Das BfR weist darauf hin, dass es besonders bei der Risikobewertung noch einige Unklarheiten gibt. Noch nicht eindeutig sei der Einfluss von Aluminium auf Brustkrebs oder Alzheimer sowie die Folgen der Aufnahme über die Haut oder Langzeitschäden.

Quelle: Stellungnahme Nr. 045/2019 des BfR, 18.11.19

E-Mail-Adresse vergessen? Schreiben Sie uns.
Passwort vergessen? Sie können es zurücksetzen.
Nur wenn Sie sich sicher sind.

Sie haben noch kein Passwort?

Gleich registrieren ...

Für Hausärzte, VERAH® und ÄiW (Allgemeinmedizin und Innere Medizin mit hausärztlichem Schwerpunkt) ist der Zugang immer kostenfrei.

Mitglieder der Landesverbände im Deutschen Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.


Persönliche Daten

Ihr Beruf

Legitimation
Die Registrierung steht exklusiv ausgewählten Fachkreisen zur Verfügung. Damit Ihr Zugang freigeschaltet werden kann, bitten wir Sie, sich entweder mittels Ihrer EFN zu legitimieren oder einen geeigneten Berufsnachweis hochzuladen.
Einen Berufsnachweis benötigen wir zur Prüfung, wenn Sie sich nicht mittels EFN autorisieren können oder wollen.
Mitglied im Hausärzteverband
Mitglieder erhalten Zugriff auf weitere Inhalte und Tools.
Wir verifizieren Ihre Mitgliedschaft anschließend.

Newsletter
Sie stimmen zu, dass wir Ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck an unseren Dienstleister Mailjet übermitteln dürfen. Den Newsletter können Sie jederzeit wieder abbestellen.

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl
Alle der unten angegebenen Newsletter
Spicker, Checklisten und Medizin für die hausärztliche Praxis, berufspolitische News, sowie Neues aus Wissenschaft und Organisation
Inhalt und E-Paper neuer HAUSARZT-Ausgaben
Nachrichten aus der Industrie

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl ändern/abbestellen

Wenn Sie für Ihr bestehendes Newsletter-Abo andere Themen auswählen oder den Newsletter abbestellen wollen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an und wählen Sie die gewünschte Funktion. Wir senden Ihnen dann eine E-Mail zur Bestätigung.

Nach oben