ÄrztestatistikMehr Ärzte, weniger Niedergelassene

402.000 Ärztinnen und Ärzte hat Deutschland - und damit einen auf 200 Einwohner. Die neue Ärztestatistik zeigt, dass sie immer öfter in Teilzeit arbeiten. Für die hausärztliche Versorgung stecken aber auch gute Nachrichten in den Zahlen.

402.000 Ärztinnen und Ärzte hat Deutschland - und damit einen auf 200 Einwohner. Die neue Ärztestatistik zeigt, dass sie immer öfter in Teilzeit arbeiten. Für die hausärztliche Versorgung stecken aber auch gute Nachrichten in den Zahlen.
Aktuell alle mit Mundschutz: Die neue Ärztestatistik der BÄK zeigt, wie viele Ärztinnen und Ärzte in welchem Bereich arbeiten.© Halfpoint stock.adobe.com

Berlin. Obwohl die absolute Zahl an Ärzten in den vergangenen Jahren leicht gestiegen ist, geht die Zahl der zur Verfügung stehenden Arbeitsstunden zurück – weil Arbeit in Teilzeit auch bei Ärzten immer beliebter wird. Das geht aus der aktuellen Ärztestatistik vor, die die Bundesärztekammer (BÄK) am Freitag (22. Mai) vorgelegt hat.

Auf rund 200 Einwohner in Deutschland kommt demnach rechnerisch ein Arzt: Die Gesamtzahl der bei den Ärztekammern gemeldeten berufstätigen Mediziner ist 2019 auf gut 402.000 gestiegen. Im Vergleich zu 2018 waren das fast 10.000 mehr. “Überproportional stark” sei die Zahl der Ärzte in sonstigen Tätigkeitsbereichen, also beispielsweise in der Industrie, gewachsen (+6,0 Prozent).

Anstellung boomt auch im ambulanten Bereich

Der ambulante Bereich verzeichnete einen Zuwachs um 1,6 Prozent, was 2.558 Ärztinnen und Ärzten entspricht. Zum Stichtag 31.12.2019 waren somit 159.846 Ärztinnen und Ärzte ambulant tätig. Während die Zahl der Niedergelassenen um 1.142 auf 116.330 gesunken ist (-1 Prozent), entscheiden sich immer mehr Ärzte für eine Anstellung im ambulanten Bereich. Ihre Zahl hat sich seit 1997 auf nunmehr 43.516 versechsfacht (2018: 39.816)

Eine Folge: Wurden im Jahr 2015 noch 108 Ärzte benötigt, um 100 Vollzeitstellen zu besetzen, waren es zwei Jahre später bereits 115. Das entspricht unter Einbezug von Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) einem Mehrbedarf von sechs Prozent, schreibt die BÄK – ohne dass sich die zur Verfügung stehende ärztliche Arbeitszeit erhöht habe. „Aus diesem Grund mag zwar die Zahl der Köpfe leicht ansteigen, aber nicht die Zahl der zur Verfügung stehenden Arztstunden.“ Zum Vergleich: Die Teilzeitquote unter allen Arbeitnehmern stieg zwischen 1991 und 2019 von 18,5 Prozent auf 38,6 Prozent (IAB).

“Einwanderung schafft etwas Entlastung”

Gleichzeitig, mahnt die BÄK, steige der Behandlungsbedarf aufgrund der Alterung der Bevölkerung kontinuierlich. Die Zahl der Behandlungsfälle in den Kliniken sei zwischen 2009 und 2017 von 17,8 auf 19,5 Millionen angestiegen. Rund 20 Prozent der berufstätigen Ärzte würden zudem voraussichtlich bald aus dem Berufsleben ausscheiden, weil sie inzwischen älter als 60 seien.

“Die Corona-Pandemie führt uns drastisch vor Augen, wie sehr unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben von einem gut funktionierenden Gesundheitswesen abhängt”, sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt mit der Vorlage der aktuellen Zahlen. Die Politik solle der Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen daher künftig höchste Priorität beimessen.

“Für etwas Entlastung sorgt die Einwanderung aus dem Ausland”, hieß es bei der BÄK. So sei die Zahl der in Deutschland gemeldeten ausländischen Ärztinnen und Ärzte im vergangenen Jahr um rund 3800 auf 58.168 gestiegen. Häufigste Herkunftsländer sind Rumänien (4433), Syrien (4486) Griechenland (2811), Russland (2321) und Österreich (2381).

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